Wenn Werte töten: Was der Film „Nr. 24“ über unsere Gegenwart verrät

Nr. 24

Die Luft in der Schulhalle ist diese Mischung aus Heizungswärme und Winterjacken, die niemand so richtig auszieht. Stühle scharren. Ein paar Jugendliche hängen halb in ihren Kapuzen, halb in der Erwartung, dass gleich etwas passiert, das sie nicht geplant hatten.

Vorne steht ein alter Mann. Nicht geschniegelt, nicht pathetisch. Eher still. Jemand hat ihn angekündigt, irgendwas mit Widerstand, Krieg, Geschichte – das Übliche. Nur dass er nicht wie ein Museum wirkt. Er wirkt, als hätte er Dinge gesehen, die man nicht mehr aus dem Blick bekommt.

Er beginnt nicht mit Heldentum. Er beginnt mit einem Detail. Damit beginnt der Film „Nr. 24“.

Nachdem ich den Film angesehen habe, habe ich bemerkt: Das Beklemmende an diesem Film ist nicht, dass er Nazis zeigt. Das ist historisch, erwartbar, dokumentiert. Beklemmend ist etwas anderes: der Blick darauf, was mit Menschen passiert, wenn Überzeugung zur letzten Instanz wird – wenn das „Richtige“ plötzlich bedeutet, Dinge zu tun, die im Frieden unverzeihlich wären. Der Film erzählt das als Biografie von Gunnar Sønsteby, Norwegens berühmtestem Widerstandskämpfer, gerahmt von einem Gespräch mit Schüler*innen – als wäre die eigentliche Frage nicht „Wie war das damals?“, sondern: Und was heißt das heute?

Der Film zeigt Widerstand nicht als saubere Heldengeschichte, sondern als Zumutung: Wer kämpft, entscheidet über Leben. Wer zögert, gefährdet andere. Wer handelt, trägt Schuld – manchmal auch für Kollateralschäden, die nicht mehr rückgängig zu machen sind. Und damit liegt „Nr. 24“ auf einer unangenehmen Wahrheit: Moral ist nicht automatisch rein, nur weil sie auf der „richtigen Seite“ steht.

Die gefährliche Reinheit der Überzeugung. Es klingt paradox, aber genau hier liegt eine Verbindung zur Gegenwart: Nicht, weil „heute wieder Nazis“ wären – solche Gleichsetzungen stumpfen ab und werden den Unterschieden nicht gerecht. Sondern weil die menschliche Mechanik ähnlich ist: Überzeugungen können Menschen stabilisieren und orientieren. Aber sie können auch kippen. Der Kipppunkt ist erreicht, wenn Überzeugung nicht mehr von etwas gebremst wird: von Recht, von Menschenwürde, von Empathie, von der Fähigkeit, sich selbst zu korrigieren.

Totalitäre Systeme arbeiten mit dieser Entgrenzung. Sie machen aus politischen Gegnern Feinde. Sie ersetzen Wahrheit durch Loyalität. Sie verwandeln Komplexität in Parolen. Sie trainieren Menschen darin, das eigene Gewissen an „die Sache“ zu delegieren.

Und ja: Der Film zeigt etwas, das wehtut, weil es auf beide Seiten zielt – auf Nazis wie auf Widerstandskämpfer. Nicht im Sinn einer moralischen Gleichheit, sondern im Sinn einer anthropologischen Ähnlichkeit: Wenn Menschen glauben, im Besitz einer höheren Wahrheit zu sein, wird alles andere verhandelbar. Auch das Leben anderer.

Von Angst zur Gewalt: die Mechanik der Entmenschlichung.

Wenn man aus „Nr. 24“ eine Art Landkarte der Entgrenzung baut, sieht man typischerweise fünf Schritte:

  1. Bedrohung wird zur Dauerlage: Besatzung ist der Extremfall. Aber das Prinzip ist allgemeiner: Dauerstress macht den Blick eng. Angst reduziert Ambivalenz-Toleranz.
  2. Aus „Wir“ und „Die“ wird Identität: Die Welt wird nicht mehr als konflikthaft, sondern als feindlich erlebt. Streit wird Verrat.
  3. Moral wird zur Lizenz: „Wir dürfen das, weil wir im Recht sind.“ Gewalt wird nicht mehr als Ausnahme, sondern als „notwendig“ erzählt.
  4. Sprache senkt die Hemmschwelle: Wer andere abwertet, muss sie weniger als Menschen behandeln. Das ist nicht Nebensache, das ist Vorbereitung.
  5. Es bleibt ein Rest, der nicht mehr heilen kann: Selbst wenn „die Sache“ gewinnt, bleibt moralische Verletzung: Schuld, Trauma, Verhärtung.

Das ist der Moment, an dem die Gegenwart ins Bild rückt. Wir erleben in vielen Demokratien keinen Besatzungszustand – aber wir erleben Erosionsmuster, die dieselbe Mechanik füttern: Polarisierung, Misstrauen, delegitimierte Institutionen, wachsende Verachtung, aggressiver Kulturkrieg.

Heute: Erosion statt Besatzung (und warum „Zuwanderung“ zum Brandbeschleuniger wird)

Deutschland ist kein Besatzungsland – aber es ist ein Land, in dem die Spaltung entlang eines Themas besonders heiß läuft: Zuwanderung. Das Polarisierungsbarometer 2025 zeigt: Mehr als 81 % nehmen die Gesellschaft als gespalten wahr, und Zuwanderung wird als Thema mit dem größten Spaltungspotenzial genannt; zugleich ist hier die affektive Polarisierung besonders hoch – also nicht nur Streit über Inhalte, sondern emotionale Abwertung der „anderen Seite“.

In genau diesem Klima wird Sprache zu Politik – und Politik zu einer Frage der moralischen Lizenz. Wenn Zugehörigkeit als Nullsummenspiel erzählt wird („die da“ nehmen „uns“ etwas weg), wird aus einem Konflikt über Regeln und Ressourcen ein Konflikt über Identität. Das ist der Punkt, an dem demokratische Debatte kippen kann: weg von Aushandlung, hin zu Entmenschlichung.

Und hier wird es konkret politisch: Die AfD wird vom Bundesamt für Verfassungsschutz seit 2021 als Verdachtsfall beobachtet; diese Einstufung und die Beobachtung wurden gerichtlich bestätigt (OVG NRW 2024), und das Bundesverwaltungsgericht hat 2025 die Revision gegen diese Urteile nicht zugelassen – die Entscheidungen sind damit rechtskräftig.

Das ist keine Meinung, sondern ein rechtsstaatlicher Befund: Es gibt hinreichend verdichtete tatsächliche Anhaltspunkte für Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung – und der Staat darf deshalb beobachten.

Parallel entsteht auf der anderen Seite – oft leiser, oft aus Schutzbedürfnis – eine Gegenbewegung: Rückzug in eigene Milieus, Communities, religiöse oder kulturelle Zugehörigkeiten, „Bubbles“. Das ist nicht nur „Wollen“, das ist häufig eine Reaktion auf dauerhafte Abwertung, auf das Gefühl, nicht gemeint zu sein, nicht sicher zu sein. Der psychologische Mechanismus ist spiegelbildlich: Angst vor Verlust (von Status, Sicherheit, Identität) macht Gruppen attraktiv; Gruppen werden zu Mauern; Mauern machen Unterschiede härter.

Und dann kommt der Realitätscheck: Die Schwelle zu Gewalt steht nicht nur als düstere Metapher im Raum. Politisch motivierte Kriminalität erreichte 2024 einen neuen Höchststand; im Themenfeld „Hasskriminalität“ wurden 21.773 Fälle registriert (deutlich mehr als 2023).

Zugleich wurden für 2024 aus den Ländern fast 43.000 rechte Straftaten gemeldet (parlamentarisch dokumentiert). Und der Verfassungsschutzbericht 2024 beschreibt steigende rechtsextremistische Straf- und Gewalttaten.

Hier liegt die unangenehme Wahrheit: Man kann sehr unterschiedliche Gründe haben, sich in Gruppen zu sammeln – aber das Ergebnis kann sich ähneln, wenn der Blick nach außen nur noch Abwehr ist. Trotzdem sind die Verantwortungen nicht gleich verteilt: Wer mit Reichweite und Macht aktiv Abwertung normalisiert, verschiebt das Sagbare – und trägt eine andere politische Last als Menschen, die sich in Nischen zurückziehen, weil sie sich bedroht fühlen. Diese Asymmetrie muss man aussprechen, sonst wird aus Analyse schnell falsche Gleichsetzung.

Dass Demokratien weltweit unter Druck stehen, ist nicht nur Stimmung, sondern messbar. Freedom House beschreibt im Bericht „Freedom in the World 2025“ einen anhaltenden globalen Freiheitsrückgang und verweist u. a. auf Angriffe auf demokratische Institutionen, Repression und Gewaltkontexte.

V-Dem (https://www.v-dem.net/documents/60/V-dem-dr__2025_lowres.pdf) analysiert seit Jahren Autokratisierungstendenzen und zeigt, wie häufig Demokratien schrittweise abgebaut werden – oft nicht durch Putsch, sondern durch das langsame Verschieben von Normen, Kompetenzen und Kontrolle.

Besonders brisant ist dabei die Rolle der Öffentlichkeit: International IDEA stellt 2025 heraus, dass innerhalb ihrer Kategorie „Rights“ der umfangreichste globale Rückgang bei der Pressefreiheit liegt – und verbindet das ausdrücklich mit Rechenschaftspflicht und informierter politischer Teilhabe.

Und Deutschland? Hier ist interessant, nicht nur über „Meinungsunterschiede“ zu sprechen, sondern über affektive Polarisierung – also die Frage, wann aus Gegnern Feinde werden. Genau das untersucht MIDEM (TU Dresden) in Studien und im Polarisierungsbarometer.

Ein aktuelles Beispiel: Wenn Macht sich selbst legitimiert

Während ich diesen Text schreibe (06.01.2026), berichten AP und Reuters über eine US-Operation in Venezuela, bei der Nicolás Maduro in US-Gewahrsam gelangt sein soll; die UN-Menschenrechtsstelle kritisiert das als Verstoß gegen Grundprinzipien des Völkerrechts und als gefährlichen Präzedenzfall („die Welt sei weniger sicher“).

Ob man Maduro politisch verachtet oder nicht: Die entscheidende Frage ist eine demokratische Leitplankenfrage. Wer darf Gewalt anwenden, unter welchen Regeln, mit welchen Kontrollen, mit welcher Transparenz? „Gute Ziele“ ersetzen keine Rechtsbindung.

Mit welchem Erfolg? Der Film stellt – unausgesprochen – eine Frage, die für Gegenwartspolitik zentral ist: Was ist „Erfolg“, wenn der Preis Entgrenzung ist?

  • Taktisch kann Widerstand wirken: sabotieren, stören, retten, Zeit gewinnen.
  • Strategisch gewinnen selten einzelne Gruppen den Krieg; sie wirken in Konstellationen.
  • Moralisch ist Erfolg manchmal schlicht: nicht kollaborieren, Menschen schützen, Würde bewahren – und trotzdem die eigene Schuld nicht leugnen.

Vielleicht ist das die härteste Botschaft von „Nr. 24“: Nicht jede richtige Entscheidung fühlt sich richtig an. Und nicht jede falsche Entscheidung fühlt sich falsch an. Genau deshalb brauchen Demokratien Leitplanken, die größer sind als das eigene Lager.

Wo stehen wir?

Wir stehen dort, wo Demokratien immer stehen: am Rand zwischen Streit und Verachtung. Zwischen Konfliktfähigkeit und Entmenschlichung. Zwischen Überzeugung und moralischer Lizenz. Das ist nicht pathetisch gemeint, sondern praktisch.

Die Gegenwart verlangt nicht, dass wir Held*innen werden. Sie verlangt etwas Unscheinbareres – und vielleicht Schwierigeres: dass wir im Alltag die Schwelle nicht überschreiten. Keine Feindbilder füttern. Wahrheit nicht aus Bequemlichkeit opfern. Recht nicht relativieren, weil „unsere Seite“ gerade gewinnt. Und dort, wo wir arbeiten, leben, organisieren, führen – Räume schaffen, in denen Menschen einander wieder als Menschen begegnen können, bevor sie nur noch Symbole sind.

Demokratie stirbt selten im Paukenschlag. Sie stirbt im Gewöhnlichen: in der täglichen Verachtung, in der Normalisierung des Herabwürdigenden, in der stillen Bereitschaft, den anderen nicht mehr als Mitbürgerin zu sehen, sondern als Problem. Sie stirbt, wenn wir uns einreden, der Zweck heilige die Mittel – und dabei übersehen, dass genau diese Logik der Anfang vom Ende ist.

Wer heute sagt „man wird ja wohl noch …“, meint oft nicht Freiheit. Er meint Straffreiheit: die Freiheit, abzuwerten, ohne Konsequenzen; die Freiheit, Menschen zu Symbolen zu machen; die Freiheit, ein „Wir“ zu bauen, das nur existiert, indem es ein „Die“ verachtet. Und das ist keine Nebensächlichkeit, keine „zugespitzte Debatte“, kein bedauerlicher Tonfall. Das ist politisches Material: Daraus werden Mauern, daraus wird Misstrauen, daraus wird Gewalt.

Die Frage ist nicht, ob wir streiten dürfen. Wir müssen streiten – aber demokratisch. Die Frage ist, ob wir die Leitplanken halten, wenn es weh tut: Menschenwürde auch für diejenigen, die wir falsch finden. Rechtsbindung auch dann, wenn es „praktischer“ wäre, sie zu umgehen. Wahrheitspflicht auch dann, wenn Lügen die schnellere Mobilisierung versprechen. Institutionen auch dann, wenn sie gerade „im Weg stehen“. Denn Institutionen sind nicht die Bremse der Freiheit – sie sind ihre Bedingung.

Und ja: Genau das ist die Aufgabe. Unbequem. Unverhandelbar. Nicht Heldentum. Alltagsdisziplin. Nicht die große Pose, sondern der kleine Verzicht: nicht jedes Feindbild bedienen, nicht jede Unterstellung teilen, nicht jede Gruppe als Monolith behandeln. Wer Zugehörigkeit ethnisch oder kulturell auflädt, spielt mit Benzin. Wer aus Angst Mauern baut, verstärkt die Angst. Und wer glaubt, Überzeugung sei wichtiger als Menschlichkeit, hat aus der Geschichte nichts gelernt – egal, auf welcher Seite er sich wähnt.

„Nr. 24“ zeigt, wie schnell Moral zur Waffe wird, wenn die Welt brennt. Unsere Welt brennt anders – nicht mit Besatzung, sondern mit Erosion. Deshalb ist die zentrale Frage keine historische, sondern eine aktuelle: Welche Grenze überschreiten wir nicht – selbst dann nicht, wenn wir uns im Recht fühlen?

Ein Deutschland-Beispiel (mit Faktenlinks)

Wenn wir „Spaltung = Gewalt“ in Deutschland sichtbar machen wollen, gibt es drei Anker:

  1. Migration ist das emotional am stärksten polarisierende Thema. MIDEM (TU Dresden) zeigt im Polarisierungsbarometer 2025: Zuwanderung wird als größtes Spaltungsthema wahrgenommen; dort ist auch die affektive Polarisierung besonders hoch (also: Abneigung gegen Menschen mit anderer Position, nicht nur Streit über Inhalte).
  • MIDEM Polarisierungsbarometer 2025 (PDF, Vollstudie): https://forum-midem.de/wp-content/uploads/2025/10/MIDEM_Polarisierungsbarometer-2025_.pdf
  • Alternativer PDF-Link (identischer Report, anderer Dateiname): https://forum-midem.de/wp-content/uploads/2025/11/MIDEM_TUD_Polarisierungsbarometer-2025.pdf
  • Webseite zum Polarisierungsbarometer 2025 (Kurzinfo + Downloads):

Polarisierungsbarometer 2025

  • Methodik-Factsheet (PDF: ideologische vs. affektive Polarisierung): https://forum-midem.de/wp-content/uploads/2025/10/Polarisierungsbarometer-2025_Factsheet_Methodik.pdf
  1. Politisch motivierte Kriminalität und Hasskriminalität sind stark gestiegen (2024).

BMI/BKA berichten für 2024 einen Höchststand politisch motivierter Straftaten; Hasskriminalität steigt deutlich (u. a. +28 % auf 21.773 Fälle). Zusätzlich: In einer Bundestagsantwort werden für 2024 rund 42.788 rechte Straftaten genannt, darunter 1.488 Gewaltdelikte. Das BfV weist ebenfalls steigende rechtsextremistische Gewalttaten 2024 aus.

  • BKA-Seite „PMK-Zahlen 2024“ (Übersicht): https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben/Deliktsbereiche/PMK/PMKZahlen2024/PMKZahlen2024_node.html
  • BKA PDF „Bundesweite Fallzahlen 2024 Politisch motivierte Kriminalität“: https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/UnsereAufgaben/Deliktsbereiche/PMK/2024PMKFallzahlen.pdf?__blob=publicationFile&v=2
  • BMI Factsheet PMK 2024 (PDF): https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/publikationen/themen/sicherheit/BMI25045_pmk2024-factsheet.pdf?__blob=publicationFile&v=7
  • Bundestag-Kurzmeldung (hib): „Länder haben 2024 fast 43.000 rechte Straftaten gemeldet“: https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1107384
  • Bundestagsdrucksache 21/1418 (Antwort der Bundesregierung, PDF) – enthält 42.788 / 1.488: https://dserver.bundestag.de/btd/21/014/2101418.pdf
  • Bundestagsdrucksache 21/1331 (Kleine Anfrage, PDF): https://dserver.bundestag.de/btd/21/013/2101331.pdf
  • Verfassungsschutzbericht 2024 (BfV) – PDF (verfassungsschutz.de): https://www.verfassungsschutz.de/SharedDocs/publikationen/DE/verfassungsschutzberichte/2025-06-10-verfassungsschutzbericht-2024.pdf?__blob=publicationFile&v=4
  • Verfassungsschutzbericht 2024 (BfV) – PDF (bmi.bund.de Spiegel-PDF): https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/publikationen/themen/sicherheit/BMI25029-vsb2024.pdf?__blob=publicationFile&v=2
  • BfV „Zahlen & Fakten“ Rechtsextremismus (Webseite, kompakt): https://www.verfassungsschutz.de/DE/themen/rechtsextremismus/zahlen-und-fakten/zahlen-und-fakten_node.html
  1. „Bubbles“ entstehen nicht nur aus „Wollen“, sondern auch aus Strukturen.

Der Integrationsbericht der Integrationsbeauftragten zeichnet insgesamt ein eher positives Bild gelingender Integration – gleichzeitig gibt es Handlungsbedarfe. DeZIM/Rassismusmonitor zeigt, dass rassistisch markierte Gruppen (z. B. schwarze und muslimische Menschen) auf dem Wohnungsmarkt/Nachbarschaft häufiger Diskriminierung erleben – das ist ein Treiber für Rückzug in „sichere“ Räume. Und kommunale Monitorings (z. B. Frankfurt) beschreiben, wie soziale Benachteiligung und ethnische Segregation in Stadtteilen oft überlappen.

  • 14. Integrationsbericht (PDF, offizieller Download): https://www.integrationsbeauftragte.de/resource/blob/2196306/2330834/c9c424884ff0c8c109c13aae3e8f0d3a/2025-01-17-14-integrationsbericht-neu-data.pdf?download=1
  • Integrationsbeauftragte: Infoseite zum 14. Integrationsbericht: https://www.integrationsbeauftragte.de/ib-de/integrationsarbeit-in-den-bereichen/forschung-und-integration/14-integrationsbericht-teilhabe-in-der-einwanderungsgesellschaft-2315880
  • DeZIM / NaDiRa „Gewohnt ungleich: Rassismus und Wohnverhältnisse“ (Landingpage): https://www.rassismusmonitor.de/publikationen/wohnenbericht/
  • NaDiRa-Monitoringbericht Wohnen (PDF): https://www.dezim-institut.de/fileadmin/user_upload/fis/publikation_pdf/FA-6464.pdf
  • DeZIM Presseinfo dazu (Kurzfassung + Einordnung): https://www.dezim-institut.de/presse/wer-in-deutschland-wohnt-wohnt-nicht-gleich-schwarze-und-muslimische-menschen-besonders-betroffen/
  • Frankfurt am Main: Monitoring zur sozialen Segregation & Benachteiligung (Übersichtsseite): https://frankfurt.de/service-und-rathaus/verwaltung/publikationen/jugend–und-sozialamt/monitoring-zur-sozialen-segregation-und-benachteiligung/musterseite-publikation
  • Frankfurt: Monitoring 2024 Teil 1 (PDF):

https://frankfurt.de/-/media/frankfurtde/service-und-rathaus/verwaltung/aemter-und-institutionen/jugend-und-sozialamt/pdf/publikationen/monitoring-2024-zur-sozialen-segregation-und-benachteiligung—teil-1.pdf?dmc=1

Foto: Artbox Production House

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